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Turkmenistan

Hauptstadt:

Aschgabad

Int. Kennzeichen:

TM

Sprache:

Turkmenisch, Sprachen ethnischer Gruppen

Gängige Fremdsprachen:

Russisch

Währung:

1 Turkmenischer Manat (TMM) = 100 Tenge

Zeitdifferenz zu MEZ:

+4 h

Zeitdifferenz zu MESZ:

+3 h

Elektrischer Strom:

220 Volt/50 Hertz Wechselstrom, Zwischenstecker erforderlich (nur in internationalen Hotels gibt es Steckdosen, die den österreichischen Normen entsprechen)

Links

Reiseinformationen und Reisewarnungen der österreichischen Regierung
Reiseinformationen und Reisewarnungen der schweizer Regierung
Reiseinformationen und Reisewarnungen der deutschen Regierung

 

Besondere Hinweise

Letzte Aktualisierung: 30.11.2005

Informationen zur Vogelgrippe

 

Sicherheit

Allgemein wird auf die erhöhte Sicherheitsgefährdung hingewiesen. Seit dem Attentatsversuch gegen den turkmenischen Präsidenten am 25. November 2002 wurde die Bewegungsfreiheit ausländischer Reisender stark einschränkt, insbesondere außerhalb der Hauptstadt Aschgabad. Turkmenistan kann als Tourismusdestination nicht empfohlen werden. Reisende sind der ständigen Überwachung von Seiten der Staatsorgane ausgesetzt. Rücksichtnahme auf die vorherrschenden religiösen und kulturellen Sitten und Gebräuche wird erwartet, politische Diskussionen und Äußerungen sollten unbedingt vermieden werden. Besondere Vorsicht ist aufgrund der steigenden Kriminalität nach Einbruch der Dunkelheit geboten. Reisende sollten nur wenig Bargeld mitnehmen, Wertsachen nicht zur Schau stellen, sondern diese im Hotelsafe verwahren. Nur offizielle Taxis benutzen und diese nicht mit Fremden teilen. Nächtliche Autofahrten über Land können auch wegen teilweise schlechter Straßen gefährlich sein. Die Flugsicherheit entspricht nicht immer internationalem Standard. Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einem erhöhten Sicherheitsrisiko begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.

Das Photographieren von militärischen Anlagen und Anlagen von strategischer Bedeutung ist verboten.

 

Einreise

Reisende benötigen ein Visum, das bei der für Österreich zuständigen Vertretungsbehörde des Landes beantragt werden muss. Der Reisepass muss für die Dauer des Aufenthaltes gültig sein. Im Zusammenhang mit einem Attentatsversuch gegen Staatspräsident Nijasow Ende 2002 wurden die Bestimmungen für den Aufenthalt von AusländerInnen in Turkmenistan verschärft. Mit entsprechenden Behinderungen bei der Einreise und Einschränkungen während des Aufenthaltes in Turkmenistan ist zu rechnen. Reisende müssen sich innerhalb von 24 Stunden nach der Einreise bei der Ausländerbehörde „Office of Visas and Registration“ (OVIR) registrieren lassen. OVIR-Büros befinden sich in Ashgabat, Dashoguz, Mary, Turkmenabat und Turkmenbashi. Die Registrierung wird in Form eines Stempelvermerks in den Pass eingetragen, bei Nichtregistrierung drohen hohe Geldstrafen, Ausweisung und 5-jähriges Einreiseverbot. Übernachtungen in Ashgabat sind nur in einem staatlich sanktionierten Hotel möglich.

Einfuhr

Unbeschränkte Einfuhr von Landes- und Fremdwährung. Euro werden grundsätzlich akzeptiert, es empfiehlt sich die Mitnahme von US Dollar in bar, Travellerschecks oder Kreditkarten. Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden.

Ausfuhr

Unbeschränkte Ausfuhr von Landes- und Fremdwährung. Für die Ausfuhr von Kunstgegenständen, antiken und archäologischen Gegenständen, alten Teppichen und handgemachten Teppicherzeugnissen, alten Ikonen und religiösen Kultgegenständen ist eine Genehmigung der turkmenischen Behörden erforderlich. Für die Ausfuhr von handgeknüpften Teppichen mit einer Größe von über 1 m² ist eine Genehmigung des Teppichmuseums erforderlich und ein Zoll von 50% zu entrichten. Pro Person dürfen maximal 2 Pelze ausgeführt werden, ab einer Größe von 50 dm² ist ein Zoll von 60% zu entrichten. Für die Ausfuhr von Tieren und Pflanzen ist in der Regel ebenfalls eine Genehmigung erforderlich. Lebensmittel dürfen nicht oder nur in beschränkter Anzahl bzw. Menge ausgeführt werden (etwa 2 Liter alkoholische Getränke, 20 Schachteln Zigaretten).

 

Klima

Extrem kontinentales Wüstenklima mit sehr heißen Sommern und kalten Wintern, nur sehr wenig Niederschlag. Es kommt zu heftigen Sandstürmen beim Wechsel der Jahreszeiten.

Ratschläge

Vor allem in der Eingewöhnungsphase sollten größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Außerdem ist auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden.

Gesundheit

Aufgrund der hygienischen Verhältnisse und des Medikamentenmangels entspricht die Lage in den Krankenhäusern nicht dem europäischen Standard. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur die regelmäßig benötigten Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.

Impfungen

Bei der Einreise sind keine Impfungen vorgeschrieben, außer bei der Einreise über ein Infektionsgebiet bei Gelbfieber (ansonsten nicht notwendig). Abgesehen von einem Basisschutzprogramm für alle Reisenden (Diphtherie/Tetanus/Polio, Hepatitis A und B, Typhus), empfiehlt das Zentrum für Reisemedizin Wien (Tel. 01 - 403 8343) für Individualtouristen und bei längeren Aufenthalten eine vorbeugende Impfung gegen Tollwut, regional auch gegen Cholera. Malariaprophylaxe ist nicht notwendig.

Vorsicht

Im Allgemeinen genügt die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen. Vorsicht ist beim Genuss von rohem Obst und Salaten angeraten, Leitungswasser sollte nicht getrunken werden.

Versicherung

Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird nahe gelegt. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.

Verkehr

Die Benutzung internationaler Direktflüge ist anzuraten. Zugsverbindungen bestehen nach Kasachstan und Usbekistan, in den Iran werden sie in Kürze eröffnet; zwischen Turkmenistan und Aserbaidschan Fährverkehr.

Öffentliche Verkehrsverbindungen: Inlandsflugnetz, Eisenbahnen, Busverbindungen. Bei Autofahrten sind der österreichische Führerschein und die Zulassung mitzuführen. Eine Haftpflichtversicherung muss an der Grenze abgeschlossen werden. Auf die erhöhte Gefahr im Straßenverkehr durch die schlechten Verkehrsbedingungen, unzureichende Beschilderung, den besonders im Winter desolaten Straßenzustand, sowie mangelnde Fahrdisziplin und technische Unzulänglichkeiten vieler Verkehrsteilnehmer wird hingewiesen. Überlandfahrten sollten nach Einbruch der Dunkelheit generell unterlassen werden. Vor der Nutzung privater Taxis wird wegen der Gefahr von Raubüberfällen gewarnt. Es sollten ausschließlich offizielle Taxis, die auf dem Dach und seitlich als solche gekennzeichnet sind, benutzt werden.

Im Inlands- sowie im grenzüberschreitenden Flug-, Bus- und Bahnverkehr kommt es häufig zu Verspätungen, die Einhaltung europäischer (Sicherheits-)Standards ist nicht gegeben.

 

Sonstiges

Als Bürger eines EU-Staates können sich Österreicher in Notfällen an die Vertretungsbehörden anderer EU-Staaten wenden (vor Ort in Aschgabat die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland, Hotel „Sheraton Four Points” AK Altin Plaza, Magtumguly street/Pobdy Park, Hydyr Derjajew Street 74, 744000 Aschgabat, Tel.: +993 – 12 – 36 35 15 und 36 35 17; Fax: +993 – 12 – 36 35 22; Email: grembtkm@online.tm ).

Das Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierende Schäden übernimmt.

 

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