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Bolivien
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Hauptstadt:
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Sucre (Hauptstadt), La Paz (Regierungssitz)
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Int. Kennzeichen:
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BO
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Sprache:
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Spanisch
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Gängige Fremdsprachen:
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Englisch
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Währung:
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1 Boliviano (Bs) = 100 Centavos
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Zeitdifferenz zu MEZ:
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-5 h
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Zeitdifferenz zu MESZ:
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-6 h
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Elektrischer Strom:
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In La Paz 110 Volt oder 220 Volt, 50 Hertz, außerhalb durchgehend 220 Volt, 50 Hertz; amerikanische Steckerformen (Zwischenstecker erforderlich)
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Links
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Frühere Reisewarnungen und Reiseinformationen
Besondere Hinweise
Letzte Aktualisierung: 29.11. 2006
Informationen zur Vogelgrippe
Sicherheit
Allgemein wird auf die erhöhte Sicherheitsgefährdung hingewiesen.
Es konnten erst kürzlich in La Paz zwei Banden ausgehoben werden, die Entführungen von Touristen geplant und durchgeführt haben. Bei Reisen im Altiplano, vor allem im Raum von La Paz und El Alto, in Copacabana, Sucre, Cochabamba sowie in Santa Cruz wird jedoch weiterhin zu besonderer Vorsicht geraten.
Die soziale und wirtschaftliche Unzufriedenheit im Land ist sehr hoch.
Es muss bei Reisen in Bolivien weiter damit gerechnet werden, dass es jederzeit zu unvorhergesehenen Beeinträchtigungen im Reiseverkehr auf Grund von Streiks bzw. zu Blockaden wichtiger Straßenverbindungen oder auch Landbesetzungen kommen kann. Auch die ungehinderte Zufahrt zu Flughäfen, insbesondere von La Paz, kann davon betroffen sein. Reisende in Bolivien sollten sich laufend über ihre Reiseveranstalter bzw. die lokalen Sicherheitskräfte und die Medien über die Entwicklung der Sicherheitssituation im Land informiert halten.
Grundsätzlich sollten Reisen in Gebiete, wo es zu Unruhen kommt, unbedingt vermieden werden. Größere Menschenansammlungen und mögliche Straßensperren, die von Demonstranten oft sehr rasch und ohne Vorwarnung gelegt werden können, sollten auf jeden Fall gemieden werden. Unter Umständen kann es zum Einsatz von Tränengas oder polizeilicher Gewalt kommen, um Demonstrationen aufzulösen. Es sollte keinesfalls versucht werden, allfällige Straßensperren, auch wenn sie unbewacht erscheinen, zu durchbrechen. Bei Planung von Reisen auf dem Landweg von Bolivien nach Peru wird empfohlen, auch die angespannte Situation auf peruanischer Seite zu berücksichtigen.
Die Kriminalität in Bolivien hat in letzter Zeit zugenommen. Vor allem in den von Touristen frequentierten Gebieten um La Paz haben sich bewaffnete Überfälle auf Touristen, Entführungen sowie Trickdiebstähle, zum Beispiel von vermeintlichen "Polizisten" oder "Drogenfahndern", vermehrt. Man sollte deshalb nur auf bekannte Funktaxiunternehmen zurückgreifen und keine Kollektivtaxis oder Mini-Busse benutzen. Nach Möglichkeit sollte nur wenig Bargeld mitgeführt und Dokumente photokopiert werden. Besondere Vorsicht ist nach Einbruch der Dunkelheit geboten. Abstecher durch dunkle Seitengassen sollten jedenfalls vermieden werden. Beleuchteten und belebten Straßen ist unbedingt der Vorzug zu geben.
Es wird abgeraten, Mitfahrgelegenheiten, wie Taxis oder andere Privattransporte, mit unbekannten Drittpersonen oder zufälligen (Reise)Bekanntschaften zu teilen. Es sollten nur Reisebusse oder sichere Taxis von offiziell zugelassenen Unternehmen verwendet werden, Taxis, wenn möglich, nur nach telephonischer Vorbestellung und vorheriger Preisverhandlung. Die Verwendung der zahlreich zirkulierenden Kleinbusse und informellen Taxis sollte in Bolivien jedenfalls vermieden werden.
Aus gegebenem Anlass wird empfohlen, von La Paz aus zum Titikakasee nur in Gruppen und nur mit bekannten Busunternehmen zu reisen.
Es wird auch immer wieder davon berichtet, daß Besucher von Bars und Diskotheken K.O.-Tropfen (einheimisch: Burundanga) verabreicht werden, die eine zeitlich begrenzte Ohnmacht und einen Gedächtnisverlust hervorrufen.
Es wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufenthaltes bei ihren lokalen Reiseveranstaltern oder in ihren Hotels regelmäßig zu überprüfen. Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einem erhöhten Sicherheitsrisiko begeben möchte, muss sich der besonderen Gefährdung bewusst sein.
Einreise
Reisende dürfen sich ohne Visum bis zu 3 Monate im Land aufhalten. Der Reisepass muss bei der Einreise noch 6 Monate lang gültig sein. Reisende müssen ihre Wiederausreise (Rückflug- oder Weiterreiseticket) sowie genügend Geldmittel für den Aufenthalt nachweisen können.
Einfuhr
Unbeschränkte Einfuhr von Landes- und Fremdwährung. Es empfiehlt sich die Mitnahme von US-Dollar und/ oder Euro in bar, welche problemlos - Euro allerdings zu einem schlechten Umrechnungskurs - in den Wechselstuben in die Landeswährung umgetauscht werden können, sowie Travellerschecks oder Kreditkarten. Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden, bei der Einfuhr von Medikamenten, Lebensmitteln oder Pflanzen bestehen Beschränkungen.
Ausfuhr
Unbeschränkte Ausfuhr von Landes- und Fremdwährung. Die Ausfuhr von Antiquitäten sowie archäologischen Funden ist verboten, ebenso bestehen Ausfuhrbeschränkungen hinsichtlich wildlebender Pflanzen oder Tiere sowie deren Verarbeitungsprodukte.
Klima
Es gibt keine Jahreszeiten im eigentlichen Sinn, sondern nur einen Wechsel von Regen- und Trockenzeit. Das Klima variiert zudem je nach Höhenlage. Im Hochland Trockenzeit von Mai bis November, häufige Regenfälle Dezember bis März. Große Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht. Im Tiefland tropisch mit hoher Luftfeuchtigkeit und Regenzeit von Dezember bis Mai.
Ratschläge
Fast alle Flugreisenden fliegen über La Paz, dessen Flughafen auf 4.100m, die Stadt selbst auf rund 3300m - 3800 m Seehöhe liegt. In derselben Höhe liegen der vielbesuchte Titicaca-See und die wichtigsten historischen Sehenswürdigkeiten. Aufgrund des erheblichen Sauerstoffmangels in diesen Höhen sollten vor allem in der Eingewöhnungsphase größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Außerdem ist speziell in der heißen Jahreszeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden; übermäßiger Alkoholgenuss setzt die ohnehin geminderte Leistungsfähigkeit des Körpers weiter herab.
Gesundheit
Aufgrund der hygienischen Verhältnisse und der unzureichenden Versorgung mit Medikamenten sowie des Mangels an entsprechendem Fachpersonal entspricht die Lage in den Krankenhäusern im allgemeinen nicht dem europäischen Standard.
Impfungen
Bei der Einreise sind keine Impfungen vorgeschrieben, außer bei der Einreise über ein Infektionsgebiet bei Gelbfieber (ansonsten allen Reisenden empfohlen). Von Reisenden, die aus Peru oder Bolivien kommen, wird für die Einreise nach Brasilien die Vorlage einer gültigen Gelbfieberimpfung verlangt.
Abgesehen von einem Basisschutzprogramm für alle Reisenden (Diphtherie/Tetanus/Polio, Hepatitis A und B, Typhus), empfiehlt das Zentrum für Reisemedizin Wien (Tel. 01-403 8343) jedoch für Individualtouristen und bei längeren Aufenthalten eine vorbeugende Impfung gegen Cholera und Tollwut. Malariaprophylaxe für ländliche Regionen unter 2.500 m wird angeraten. Aufgrund der klimatischen Verhältnisse in den Tropengebieten ist in den Frühjahr- und Sommermonaten mit vermehrtem Auftreten von Gelbfieber zu rechnen.
Vorsicht
Auf die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen ist besonders zu achten. Vorsicht ist weiters beim Genuss von rohem Obst und Salaten angeraten, Leitungswasser sollte, wenn überhaupt, nur in abgekochtem Zustand getrunken werden. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.
Versicherung
Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird nahegelegt. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.
Verkehr
Öffentliche Verkehrsverbindungen: gut ausgebautes Inlandsflugnetz, Busverbindungen.
Sonstiges
Das Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.
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