Reisewarnungen

Äthiopien

 

Hauptstadt:

Addis Abeba

Int. Kennzeichen:

ET

Sprache:

Amharisch und lokale Sprachen

Gängige Fremdsprachen:

Englisch, teilweise auch Italienisch und Arabisch

Währung:

1 Birr (Br) = 100 Cents

Zeitdifferenz zu MEZ:

+2 h

Zeitdifferenz zu MESZ:

+1 h

Elektrischer Strom:

220 Volt/50 Hertz Wechselstrom

Besondere Hinweise

Hier geht es zu der aktuellen Reisewarnung und Reiseinformation

Letzte Aktualisierung: 16. 05. 2006

 

Links

Reiseinformationen und Reisewarnungen der österreichischen Regierung
Reiseinformationen und Reisewarnungen der schweizer Regierung
Reiseinformationen und Reisewarnungen der deutschen Regierung

Sicherheit

Erhöhte Sicherheitsgefährdung

Aktueller Hinweis: Am 12. 05. 2006 explodierten in Addis Abbeba an verschiedenen Stellen Bomben, die 4 Personen töteten und über 20 verletzten. Einige der Bomben wurden in öffentlichen Bussen oder Minitaxis gezündet. Die Botschaft rät daher in jedem Fall von der Benützung von Minibussen ab. Es sollten nur die gelben Taxis von den großen Hotels benutzt werden.

Allgemein wird auf die erhöhte Sicherheitsgefährdung hingewiesen.

Am 4. 3. 2006 wurde ein Österreicher beim Joggen am Old Airport von einem Wachtposten angeschossen; die Botschaft weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass das unbefugte Betreten militärischer Anlagen verboten ist.

Im Rahmen der jüngsten politischen Unruhen kam es zwischen 1. und 5. November 2005 vor allem in der Hauptstadt Addis Abeba und anderen Städten zu gewalttätigen Ausschreitungen, die mehrere Todesopfer forderten. Es kommt weiterhin fast täglich zu Zusammenstößen, die allerdings lokal begrenzt sind. Insbesondere sind zu nennen: Religiöse Feiern, Sportveranstaltungen, Schulen. Derartige Veranstaltungen bzw. Einrichtungen wären zu meiden.
Auch während der Feier des Timkat-Festes in Addis Abeba am 19.1. warfen Demonstranten Steine worauf die Sicherheitskräfte mit Tränengas und dem Einsatz von Schlagstöcken regierten.
Im November und Juni war es zu Ausschreitungen in Addis Abeba gekommen, die insgesamt über 80 Todesopfer forderten.
Politische Kundgebungen und Demonstrationen wären großräumig zu meiden.

Wegen der weltweiten Gefahr durch Terrorismus wird auch bei Reisen nach Äthiopien auf die Notwendigkeit erhöhter Aufmerksamkeit hingewiesen. Reisenden wird nahe gelegt, vor Reiseantritt mit der Österreichischen Botschaft in Addis Abeba Kontakt aufzunehmen.

Große Menschenansammlungen sollten gemieden werden. Touristische bzw. westliche Einrichtungen könnten Ziel terroristischer Anschläge werden. Von einer Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel in Addis Abeba wird nicht nur wegen der kürzlich entdeckten Sprengsätze, sondern auch wegen dort operierenden Taschendieben abgeraten. Generell ist eine Steigerung der Straßenkriminalität in ganz Addis Abeba zu verzeichnen, als Hot Spots können Entoto, die Hilton-Gegend, Churchill Road, Merkato und Piazza genannt werden.

Aufgrund der gespannten Lage ist mit Verkehrsbehinderungen durch Checkpoints auf den Zufahrtsstraßen nach Addis Abeba und anderen Städten zu rechnen.

In der Vergangenheit fanden mehrere Bomben-/Handgranatenanschläge auf auch von Ausländern frequentierte Hotels in Äthiopien sowie auf die Eisenbahn nach Dschibuti statt.

Ende Jänner 2006, am 7. 3. 2006, am 27. 3. 2006 und zuletzt am 12. 5. 2006 explodierten in Addis Abeba an mehreren Orten Bomben; die Hintergründe sind bis dato nicht bekannt. Gab es bei der ersten Serie nur Sachschaden, sind mittlerweile mehrere Tote und dutzende Verletzte zu verzeichnen. Weitere derartige Aktionen sind nicht auszuschliessen. Im April 2004 erfolgte ein Handgranatenanschlag an der Universität, Anfang August 2004 ein Bombenanschlag am Bahnhof von Addis Abeba, Mitte August 2004 ein Sprengstoffanschlag auf das Erziehungsministerium. Anfang April 2005 wurden in Bussen der städtischen Autobuslinie (City Bus) zwei Sprengsätze entdeckt. Am 24. Juli 2005 wurden Handgranatenattentate auf mehrere Lokale in Jijiga verübt.

Generell sollte auf Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit verzichtet werden. Es wird dringend empfohlen, vorhandene Sicherheitsgurte anzulegen.

In vielen Regionen Äthiopiens sind Minen verlegt. Die höchste Konzentration an Minen wird an der Grenze zu Eritrea, Somalia und Sudan angegeben, aber auch im Landesinneren (Somali-Region, Borana-Gebiet). Im und um den Awash-Nationalpark operieren bewaffnete Räuberbanden, denen im Jänner trotz der Begleitung durch einen Park-Ranger am helllichten Tag eine deutsche Reisegruppe in die Hände fiel. Die Reisenden wurden verprügelt und ausgeraubt; die Frau in der Gruppe entging nur knapp einer Vergewaltigung.

Im Grenzgebiet der Regionen Oromia und Somalia (zwischen Borana und Dire-Dawa) kommt es nach wie vor zur Zeit zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den dort ansässigen Ethnien. Passagierzüge zwischen Dschibuti und Dire-Dawa waren in der Vergangenheit mehrmals Ziel von Sprengstoffanschlägen.

Generell wird von Reisen in die Somali-Region aus Sicherheitsgründen abgeraten.

In Tigray wird nach wie vor empfohlen, die Straße Adigrat-Adua-Axum als äußerst nördliche Grenze nicht zu überschreiten. Vor der akuten Minengefahr bis 80 km innerhalb der Grenze wird ausdrücklich gewarnt. Die Regionen Somali und Afar gelten nach wie vor als unsicher (politische Widerstandsgruppen, Bandenwesen). Die Straße von Gonder nach Humera sollte gemieden werden; es kommt dort zu Raubüberfällen durch Banditen.

Abgeraten wird von einem Besuch der Provinz Gambela, wo Kampfhandlungen zwischen den dort ansässigen Volksgruppen anhalten und auch grenzüberschreitend in den Südsudan hinein geführt werden. Am 30.10.2005 wurde dort eine Polizeistation überfallen und es kam zu einer Schießerei mit mehreren Toten. In der Gegend von Sodo und Awassa operieren zeitweise Räuberbanden; diese Straße sollte nur unter Tags befahren werden. Auch die Straße von Addis Abeba nach Jimma war in der Gegend der Gibe-Brücke mehrmals der Schauplatz von bewaffneten Überfällen.

Wegen der Minengefahr wird davor gewarnt, die Straße Awassa-Yabelo-Moyale in den Borana Lowlands zu verlassen.
Die Grenze zu Eritrea ist weiterhin gesperrt. An der Grenze zu Kenia kommt es sporadisch zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Oromo-Rebellen und äthiopischen Sicherheitskräften. Wiederholt wurden auf Hotels in Moyale (Grenzübergang zu Kenia) Handgranatenanschläge verübt; zuletzt am 22. August 2004.

Das Fotografieren von jeglichen öffentlichen Bauten (Gebäude, Brücken, Straßenkreuzungen) und militärischen Anlagen und Anlagen von strategischer Bedeutung (z.B. Brücken) ist verboten.

Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einem erhöhten Sicherheitsrisiko begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.

 

Einreise

 

Österreicher benötigen für die Einreise nach Äthiopien einen Reisepass, der bei der Einreise noch 6 Monate gültig sein muss, und ein Visum, das möglichst zwei Wochen vor Reiseantritt bei der äthiopischen Botschaft in Wien beantragt werden kann.
Der Reisepass muss bei der Einreise noch 6 Monate gültig sein.

Weiters sind ausreichende Geldmittel (ca. US$ 50,--/Tag) für den Aufenthalt nachzuweisen.
Bei Einreise aus Infektionsgebieten wird auch der Nachweis einer Gelbfieberimpfung verlangt. Touristen erhalten üblicherweise einen Sichtvermerk mit einer Gültigkeit zwischen 30 und 90 Tagen.

Für Einreisen auf dem Landweg ist es grundsätzlich erforderlich, das Einreisevisum vorab einzuholen.

Weitere Einreisebestimmungen können bei der Visabeantragung erfragt werden.

Einreise auf dem Luftweg:
Lt. Auskunft der äthiopischen Behörden besteht für österreichische Touristen die Möglichkeit, das Visum an den internationalen Flughäfen Bole/Addis Abeba und Dire Dawa zu erhalten (Gebühr: ca. 20,-- US-Dollar, zahlbar in Dollar). Gebühren sind in Landeswährung zu entrichten; Umtauschmöglichkeiten bestehen. Es wird trotzdem empfohlen, den Sichtvermerk bereits vor Reiseantritt bei der äthiopischen Botschaft in Wien zu besorgen.

Verlängerung eines Sichtvermerkes ist in Addis Abeba bei der SIRAA, Foreign Nationals Department (Churchill Road, gegenüber Hauptpostamt, Tel.: 011-155 38 99) gegen Zahlung von ETB 105,-möglich. Der Reisepass muss noch mindestens sechs Monate gültig sein; es sind zwei (möglichst aktuelle) Passbilder vorzulegen, ein Rückflugticket sowie ein Nachweis über ausreichende Barmittel.
Die Eintragung eines Kindes in den Reisepass der Eltern wird akzeptiert.
Es existieren keine besonderen Vorschriften für allein reisende Minderjährige oder für Fälle einer Einreise mit nur einem sorgeberechtigten Elternteil.

Österreicher, die sich länger im Lande aufhalten wollen benötigen ein Residence-Permit, falls sie Arbeit aufnehmen wollen, auch ein Work-Permit. Residence-Permit ist ebenfalls beim SIRAA-Büro zu beantragen, Work-Permit wird durch den äthiopischen Arbeitgeber beantragt.

 

Einfuhr

Die Einfuhr der Landeswährung ist bis zu einem Betrag von 100.- Birr, die Mitnahme von Fremdwährung unbegrenzt erlaubt, aber deklarationspflichtig. Es empfiehlt sich die Mitnahme von US Dollar in bar oder Travellerschecks. Kreditkarten werden nur vereinzelt akzeptiert. Wechselbestätigungen sind bis zur Ausreise aufzuheben. Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden. In Addis Abeba können auch problemlos Euro-Scheine umgewechselt werden.

Ausfuhr

Die Ausfuhr der Landeswährung ist bis zu einem Betrag von 100.- Birr erlaubt, die Mitnahme von Fremdwährung bis zum deklarierten Betrag. Für den Export von Fellen und Häuten sowie antiken Gegenständen ist eine Genehmigung erforderlich. Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.

Klima

Im südöstlichen Tiefland heißes und trockenes Wüstenklima mit geringen Niederschlägen. Im Hochland ist das Klima gemäßigter mit Niederschlägen vor allem von Juli bis September (große Regenzeit) und Februar/März (kleine Regenzeit).

Ratschläge

In den heißeren Zonen Äthiopiens sowie den höheren Lagen sollten vor allem in der Eingewöhnungsphase größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Außerdem ist speziell in der heißen Jahreszeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden; übermäßiger Alkoholgenuß setzt die ohnehin geminderte Leistungsfähigkeit des Körpers weiter herab.

Gesundheit

Aufgrund der hygienischen Verhältnisse und der unzureichenden Versorgung mit Medikamenten sowie des Mangels an entsprechendem Fachpersonal entspricht die Lage in den Krankenhäusern nicht dem europäischen Standard. Es besteht eine erhöhte Ansteckungsgefahr mit AIDS.

Impfungen

Bei der Einreise sind keine Impfungen vorgeschrieben, außer bei der Einreise über ein Infektionsgebiet bei Gelbfieber (ansonsten allen Reisenden zu empfehlen) - es kann dennoch vorkommen, daß ein Impfnachweis verlangt wird. Abgesehen von einem Basisschutzprogramm für alle Reisenden (Diphtherie/Tetanus/Polio, Hepatitis A und B, Typhus), empfiehlt das Zentrum für Reisemedizin Wien(Tel. 01 - 403 8343) jedoch für Rundreisende und Individualtouristen eine vorbeugende Impfung gegen Cholera, eitrige Gehirnhautentzündung (Meningokokken – Meningitis), für Individualtouristen und bei längeren Aufenthalten zusätzlich gegen Tollwut. Malariaprophylaxe wird-außer im Hochland-ganzjährig für das gesamte Gebiet angeraten.

Vorsicht

Auf die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen ist besonders zu achten. Vorsicht ist weiters beim Genuß von rohem Obst und Salaten angeraten, Leitungswasser sollte nicht getrunken werden. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.

Versicherung

Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluß einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird nahegelegt. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.

Verkehr

Bei Autofahrten sind der österreichische Führerschein und die Zulassung mitzuführen. Für Mietwagen ist ein internationaler Führerschein erforderlich. Es besteht kein Haftpflichtversicherungszwang, eine solche ist aber empfehlenswert. Für Reisen von Addis Abeba nach Dschibuti sollte man aus Sicherheitsgründen weder Straße noch Bahn, sondern lediglich einen der täglichen Direktflüge benützen.

Sonstiges

Das Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten weist in diesem Zusammenhang darauf hin, daß es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.

 

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